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FaGefit
Pflegeprozess · AEDL · Assessment-Skalen

HKB B — Pflegen und Betreuen: der grösste FaGe-Bereich

HKB B Pflegen und Betreuen ist der grösste Handlungskompetenzbereich der FaGe-Lehre — und entsprechend zentral in der QV. Du pflegst Menschen aller Altersgruppen nach dem strukturierten Pflegeprozess, kombinierst die ärztliche Verordnung mit eigenständiger Beobachtung und Grundpflege, und dokumentierst alles nachvollziehbar.

Geprüft werden konkret die 6 Schritte des Pflegeprozesses (Information → Probleme/Ressourcen → SMART-Ziele → Massnahmen → Durchführung → Evaluation), die Pflegemodelle AEDL nach Krohwinkel (13 Bereiche) und ATL nach Juchli, die Assessment-Skalen (Braden ≤18 = Dekubitusrisiko, NRS 0–10 bei jedem Schmerzkontakt, MMSE ≤24 = Demenz-Verdacht, MNA ≤11 = Mangelernährung) sowie Kinaesthetics-Mobilisation und biographieorientierte Pflege.

Auf FaGefit übst du jeden Pflegeschritt an realistischen Fallbeispielen: Dekubitus-Prophylaxe bei bettlägeriger Bewohnerin nach Schenkelhalsfraktur, Mobilisation nach Hüft-TEP, Validation nach Feil bei fortgeschrittener Demenz. Jede Aufgabe mit ausführlicher Begründung und Verweis auf den Bildungsplan.

Das musst du können

  • Pflegeprozess in 6 Schritten anwenden — von Anamnese bis Evaluation
  • AEDL nach Krohwinkel (13 Bereiche) oder ATL nach Juchli sicher zuordnen
  • SMART-Pflegeziele formulieren — kein 'soll gut schlafen', sondern messbar + terminiert
  • Assessment-Skalen sicher: Braden, NRS, MMSE, Tinetti/TUG, BMI, MNA
  • Dekubitus-Prophylaxe nach Braden-Risiko — 30°-Schräglage, Wechseldruckmatratze, 2h-Intervalle
  • Kinaesthetics-Mobilisation nach Hüft-TEP — Vermeidung Adduktion + 90°-Flexion
  • Biographieorientierte Pflege bei Demenz — Validation statt Korrektur
  • Grundpflege vs. Behandlungspflege — wo deine Eigenständigkeit endet

Beispielaufgaben

8 Aufgaben aus dem Archiv
Richtig / FalschNiveau 2/5

«Treppensteigen» ist ein Item des Barthel-Index zur Messung der Selbständigkeit in Aktivitäten des täglichen Lebens.

RichtigFalsch
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KurzantwortNiveau 3/5

Situation:

Persönliche Angaben Frau Doris Fischer ist 62 Jahre alt und wurde vorgestern wegen einer Kniearthroskopie rechts ambulant operiert. Die Spitex besucht sie seither täglich.

Lebensgeschichte Frau Fischer arbeitet als Buchhalterin in einem KMU und lebt mit ihrem Partner zusammen. Sie nimmt seit Jahren die Pille (orale Kontrazeption), raucht 10 Zigaretten täglich und ist deutlich übergewichtig (BMI 32).

Pflegesituation Frau Fischer hat heute Schmerzen im rechten Knie und liegt deshalb fast den ganzen Tag mit hochgelegtem Bein auf dem Sofa. Sie trinkt wenig, weil sie 'nicht so oft aufstehen muss'. Die Spitex hat verordnete Massnahmen zur Thromboseprophylaxe zu überwachen.

Medizinische Diagnosen

  • Status nach Knie-Arthroskopie rechts (vor 2 Tagen)
  • Adipositas Grad I (BMI 32)
  • arterielle Hypertonie (2022)

Medikamentöse Behandlung

MedikamentMorgensMittagsAbendsNachts
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Dafalgan® Tbl. à 1 g111
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Fragmin® 5000 IE s.c. (Dalteparin)1 (20.00 Uhr)
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Concor® Tbl. à 2.5 mg1

Aufgabe: Nennen Sie vier nicht-medikamentöse pflegerische Massnahmen zur Thromboseprophylaxe bei Frau Fischer.

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Richtig / FalschNiveau 3/5

Der MoCA (Montreal Cognitive Assessment) ist empfindlicher als die MMSE, um leichte kognitive Störungen zu erfassen.

RichtigFalsch
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Welches Pflegemodell strukturiert die Pflegeanamnese entlang der «13 ATL» (Aktivitäten des täglichen Lebens)?

  1. AModell von Hildegard Peplau
  2. BModell von Dorothea Orem
  3. CModell von Liliane Juchli
  4. DModell von Florence Nightingale
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Wofür steht der Buchstabe «B» in der strukturierten Übergabe nach SBAR?

  1. ASituation – worum geht es, wer ist betroffen, wo, was ist aktuell das Problem?
  2. BAssessment – Beurteilung: aktuelle Vitalzeichen, was denkt die meldende Person?
  3. CRecommendation – Empfehlung / Bitte: Was wird gebraucht, was ist der nächste Schritt?
  4. DBackground – Hintergrund, relevante Vorgeschichte, Diagnose, Medikation
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Welche Bedürfnisstufe folgt in der Maslow-Pyramide direkt auf die physiologischen Bedürfnisse?

  1. ADie zutreffende Antwort lautet «Anerkennung» nach einer in der Praxis verbreiteten, aber unzutreffenden Lesart.
  2. BDie richtige Bezeichnung wäre «Kreativität», sofern man die fragliche Konstellation entgegen der gefestigten Lehre interpretiert.
  3. CSicherheitsbedürfnisse (Schutz, Stabilität, Ordnung)
  4. DEs trifft «Selbstverwirklichung» zu, soweit man eine in der älteren Literatur teilweise vertretene Auffassung zugrunde legt.
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Multiple ChoiceNiveau 2/5

Welche Pflegehandlung berücksichtigt die «Objektpermanenz» bei Säuglingen ab etwa 8 Monaten?

  1. AAugenkontakt strikt vermeiden
  2. BSpielzeug aus dem Sichtfeld entfernen
  3. CBezugspersonen sollen das Zimmer unbemerkt verlassen
  4. DAnwesenheit der Bezugsperson vor Untersuchungen sichern
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Was sind «Primärdaten» im Pflegeassessment?

  1. AInformationen von der Krankenkasse als Definition «Primärdaten» im Pflegeassessment in der Schweizer Pflegepraxis nach BiPla-Empfehlungen.
  2. BInformationen direkt von der betroffenen Person (Selbstauskunft, eigene Beobachtung der Pflegenden).
  3. CInformationen aus alten Akten als Definition «Primärdaten» im Pflegeassessment in der Schweizer Pflegepraxis nach BiPla-Empfehlungen Schweiz.
  4. DInformationen aus dem Internet als Definition «Primärdaten» im Pflegeassessment in der Schweizer Pflegepraxis nach BiPla-Empfehlungen Schweiz.
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Häufig gefragt

Was ist der Unterschied zwischen AEDL und ATL?

Beide sind Pflegemodelle zur Strukturierung der Pflege. ATL nach Juchli (Aktivitäten des täglichen Lebens) hat 12 Bereiche und wird in der Schweiz traditionell gelehrt. AEDL nach Krohwinkel (Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens) hat 13 Bereiche und ergänzt die Dimension 'mit existenziellen Erfahrungen umgehen'. In der QV werden beide akzeptiert.

Was bedeutet ein Braden-Wert von 14?

Braden-Wert 14 = mittleres Dekubitusrisiko (≤18 = Risiko, ≤12 = hohes Risiko). Massnahmen: Lagewechsel alle 2 h (30°-Schräglagerung, kein 90°-Seitlage wegen Trochanter-Druck), Wechseldruckmatratze, tägliche Hautinspektion an Sakral/Fersen/Trochanteren, Protein-Booster, Hautpflege ohne Reibung geröteter Stellen.

Wann ist ein Pflegeziel SMART?

Spezifisch, Messbar, Akzeptiert (von Patient), Realistisch, Terminiert. Beispiel falsch: 'Bewohnerin soll gut schlafen'. Beispiel richtig: 'Frau X schläft bis 25.6. mindestens 6 h durchgehend, dokumentiert via Schlafprotokoll'. In der IPA werden unklare Ziele konsequent abgewertet.

Darf ich als FaGe selbstständig pflegerische Entscheide treffen?

Innerhalb der Grundpflege ja — Körperwäsche, Lagerung, Mobilisation nach Pflegeplan. Bei Behandlungspflege (s.c.-Injektion, Verbandwechsel chronische Wunde) brauchst du eine ärztliche Verordnung + dokumentierten Kompetenznachweis. Pflegediagnose und Pflegeprozess-Steuerung sind Sache der dipl. Pflegefachperson HF/FH — du wirkst mit.

Wie viele Q sind im FaGefit-Pool für HKB B?

239 aktive Übungsfragen (Stand 2026-06) — der grösste Pool im FaGefit, gemäss Gewicht des Bereichs in der QV. Du kannst nach Subtopic filtern (Pflegeprozess, AEDL, Assessment-Skalen, Mobilisation, Demenzpflege).