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FaGefit
5 Momente · Isolation · Nadelstich · Swissnoso

HKB E — Hygiene und Sicherheit: Schutz für Patient, dich und Team

HKB E Hygiene und Sicherheit ist der Schutzschild der Pflege — gegen nosokomiale Infektionen (in der Schweiz ca. 70'000 Fälle pro Jahr gemäss Swissnoso) und gegen Arbeitsunfälle wie Nadelstichverletzungen. Geprüft wird konkret die WHO-Systematik der 5 Momente der Händehygiene, die Standardprecautions plus die situative Erweiterung (Kontakt-, Tröpfchen-, aerogene Isolation), und die EKAS-Richtlinien (insbesondere EKAS 6508 Nadelstichverletzungen).

Wichtige Klassiker im QV: alkoholische Händedesinfektion (≥60 % Alkohol, 3–5 mL, 30 s Einreibezeit) wirkt nicht auf C-difficile-Sporen → bei C-difficile zwingend Hände waschen mit Seife. FFP2-Maske nur bei aerogenen Erregern (TBC, Masern, Varizellen), bei Influenza/Pertussis reicht chirurgische Maske. Sterilisation kritischer Instrumente im Autoklav 134 °C / 5 min / 2.1 bar.

Auf FaGefit übst du Hygiene-Entscheidungen an realistischen Stationsbeispielen: MRSA-Eintritt im Pflegeheim (Kontaktisolation, octenidinhaltige Ganzkörperwäsche während Sanierung), Nadelstichverletzung mit korrekter PEP-Initiation, Abfallentsorgung nach VeVA mit Kanülenbox (UN 3291).

Das musst du können

  • WHO 5 Momente der Händedesinfektion — auswendig, in der korrekten Reihenfolge
  • Händedesinfektion-Technik: ≥60 % Alkohol, 3–5 mL, 30 s, 6 Schritte
  • Standardprecautions: bei jedem Patient, nicht nur bei bekannt Infizierten
  • Isolationsarten und passende PSA: Kontakt / Tröpfchen / Aerogen
  • C-difficile: alkoholisches Desinfektionsmittel wirkungslos → Hände waschen mit Seife
  • Spaulding-Klassifikation: unkritisch / semikritisch / kritisch → Wischdesinfektion / thermisch / Autoklav
  • Nadelstichverletzung nach EKAS 6508: bluten lassen, nicht ausquetschen, PEP innert 2 h
  • Abfallentsorgung nach VeVA: Kanülenbox UN 3291, gelber Sack infektiös, Sondersack Zytostatika

Beispielaufgaben

6 Aufgaben aus dem Archiv
KurzantwortNiveau 3/5

Situation:

Persönliche Angaben Herr Lukas Flück ist 9 Jahre alt und wohnt bei seinen Eltern in einer Reihenhausanlage. Die Spitex-Kinderpflege besucht ihn einmal wöchentlich zur Verlaufskontrolle.

Lebensgeschichte Lukas hat seit dem 4. Lebensjahr ein allergisches Asthma. Er benötigt regelmässig Inhalationen mit einem Spacer (Vorschaltkammer).

Pflegesituation Sie sollen heute mit Lukas und seinen Eltern die korrekte Hygiene und Reinigung des Spacers durchgehen, da der Spacer innen klebrig aussieht und teilweise belegt ist.

Medizinische Diagnosen

  • allergisches Asthma bronchiale

Medikamentöse Behandlung

MedikamentMorgensMittagsAbendsNachts
---------------
Pulmicort® Inhalation (Budesonid) mit Spacer1 Hub1 Hub
---------
Ventolin® Inhalation (Salbutamol) mit Spacerbei Bedarf

Aufgabe: Nennen Sie drei Schritte zur korrekten Reinigung des Spacers.

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KurzantwortNiveau 3/5

Situation:

Persönliche Angaben Herr Hans Herger ist 87 Jahre alt und lebt seit drei Jahren im Pflegeheim Talweid. Er hat ein Einzelzimmer.

Lebensgeschichte Herr Herger war Bauarbeiter. Er ist im Heim mobil mit Rollator und besucht regelmässig den Aufenthaltsraum.

Pflegesituation Herr Herger hat seit gestern Abend wässrige Diarrhoe und mehrmals erbrochen. Ein Norovirus-Schnelltest ist positiv. Der Stationsarzt ordnet eine Kontaktisolation an.

Medizinische Diagnosen

  • Norovirus-Gastroenteritis
  • arterielle Hypertonie (2008)
  • chronische Niereninsuffizienz Stadium III

Medikamentöse Behandlung

MedikamentMorgensMittagsAbendsNachts
---------------
Reniten® Tbl. à 5 mg (Enalapril)1
------
Pantozol® Tbl. à 40 mg (Pantoprazol)1

Aufgabe: Nennen Sie vier Hygienemassnahmen, die Sie bei der Kontaktisolation wegen Norovirus konsequent umsetzen.

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Multiple ChoiceNiveau 2/5

Welche Krankheitsbilder (Pathophysiologie der Haut und Schleimhäute) sollen Lernende gemäss BiPla-Entwurf 2025 HK a1 bei der Körperpflege kennen?

  1. ARheumatoide Arthritis und Fibromyalgie, sofern keine ärztliche Verordnung Abweichendes festlegt.
  2. BHepatitis A, B, C und HIV-Infektion, insbesondere bei stationären Patienten in der akutsomatischen Pflege.
  3. CLepra, Pocken, Masern, Röteln, soweit die ICN-Ethikrichtlinien keine Vorrangregel definieren.
  4. DPilzerkrankungen, Psoriasis, Allergien, Intertrigo
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Im Szenario 'Herr Dupuis mit infektiöser Krankheit isoliert' zeigt BiPla AGS HK 4.2 eine typische Abfolge. Welche Reihenfolge der Schutzmassnahmen wird dort beschrieben?

  1. AMaske + Hände desinf. → klopfen/eintreten → erneut desinf. → vor Verlassen desinf., Maske ausserhalb entsorgen.
  2. BHände nur einmal am Arbeitsbeginn desinfizieren als Reihenfolge der Schutzmassnahmen bei infektioesen Patienten in der Schweizer Pflege.
  3. CZimmer betreten, Tablett abstellen, Hände erst beim Verlassen desinfizieren als Reihenfolge der Schutzmassnahmen Schweiz.
  4. DMit blossen Händen Essen servieren, danach Handschuhe anziehen als Reihenfolge der Schutzmassnahmen in der Schweizer Pflegepraxis.
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Multiple ChoiceNiveau 2/5

Was ist beim Anlegen eines Einmalschutzhandschuhs zu beachten?

  1. AHandschuhe direkt über Schmuck, Ringe und langärmliger Pflegekleidung anlegen.
  2. BVorher Händedesinfektion, Handschuhe nur unmittelbar vor der Tätigkeit anziehen, Fingernägel kurz.
  3. CKeine Händedesinfektion nötig, solange die Einmalhandschuhe ohne Riss getragen werden.
  4. DHandschuhe den ganzen Tag über dieselben tragen, ohne Wechsel zwischen Patientenkontakten.
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Richtig / FalschNiveau 2/5

Die WHO-Website bietet eine Sprachauswahl an.

RichtigFalsch
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Häufig gefragt

Wann muss ich bei C-difficile Hände waschen statt desinfizieren?

Immer nach Patientenkontakt bei C-difficile. Alkoholisches Händedesinfektionsmittel wirkt nicht auf C-difficile-Sporen — diese sind alkoholresistent. Korrekt: Hände waschen mit Seife (mechanische Entfernung), zusätzlich Flächendesinfektion mit sporozidem Mittel (Aldehyd oder Peressigsäure). Bei allen anderen Erregern ist die alkoholische Desinfektion Standard und schneller wirksam als Waschen.

Wann brauche ich FFP2 statt chirurgische Maske?

FFP2/FFP3 nur bei aerogenen Erregern (Tröpfchen <5 µm, schweben lange): TBC offen, Masern, Varizellen. Bei Tröpfcheninfektionen >5 µm (Influenza, Pertussis, Meningokokken) reicht die chirurgische Maske + 2 m Abstand. Falsche FFP2-Verwendung bei Influenza ist ein häufiger Verschwendungs-Fehler in der Praxis.

Was tue ich nach einer Nadelstichverletzung?

1) Sofort 1 min bluten lassen, nicht ausquetschen (das verstärkt das Risiko). 2) Mit Wasser + Seife waschen, dann Hautdesinfektion (z.B. Octenisept). 3) Meldung an Vorgesetzte + Betriebsarzt innert 2 h. 4) HIV-Schnelltest des Indexpatienten organisieren. 5) Falls hochrisiko-positiv: PEP innert 2 h starten. EKAS 6508 verbietet ausdrücklich das Recapping von Kanülen — Hauptursache für NSV.

Wann muss ich Standardprecautions anwenden?

Immer, bei jedem Patient — auch wenn keine Infektion bekannt ist. Hepatitis B/C und HIV können unbekannt vorliegen. Standardprecautions umfassen: Händedesinfektion (5 Momente), Handschuhe bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Schutzbrille/Maske bei Spritzgefahr, sicherer Umgang mit Kanülen. Die Annahme 'nur bei bekannten Infizierten' ist einer der teuersten Praxis-Fehler.